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Reichnejer Schorfblicke

17.01.2010 19:06

Gablonz a.d.N.: das frühere „Spritzenhaus“ in Gablonz – Oberen Markt, dient seit einigen Jahren nicht mehr seinem Zweck. Das neue Feuerwehrhaus steht schon in Grüwald und ist auf modernste Art ausgestattet. In das alte Gebäude soll die städtische Polizei, der Krisestab und Katasrophenschutz umgesiedelt werden.

Reichenberg: Die Stadt Reichenberg plant wieder einen Brunnen auf den Marktplatz vor dem Rathaus zu platzieren. Als Vorbild soll der einstige Neptunbrunnen dienen, der sich allerdings auf dem Markt zur Zeit des alten Rathauses befand. Vor dem heutigen bzw. „neuen“ Rathaus gab es bis 1945 den sgn. „Metznerbrunnen“, geschaffen von Wiener Bildhauer Metzner. Dieser wurde in den stürmischen Monaten des Jahres 1945 von einer Menschenmasse als ein Symbol der „Versklawelung der Slawen“ vernichtet. Das eingentliche Objekt hatte jedoch mit dieser „philosophischen Erklärung der Situation“ des Kunstwerkes nichts zu tun. Leider wurden damals mehrere solche Objekte kaputtgemacht. Die Augenzeugen sprachen auch von grossem Glück als damals selbst das Rathausgebäude fast zufälligerweise dem Niederbrennen ausweichen konnte.

ABM:

20 Jahre nach der Wende

Prag: Die Meinung der Tschechen über die Samtene Revolution 1989 ist besser denn je. Eine Umfrage des soziologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften hat ergeben, dass sich die Haltung der tschechischen Gesellschaft gegenüber der Samtenen Revolution im Jahre 1989 in den vergangenen 20 Jahren verbessert hat. Mehr als 80 Prozent der Befragten halten ein sozialistisches System für gefährlich. 45 Prozent gaben an, mit den heutigen Verhältnissen im Land zufrieden zu sein.

Knapp ein Drittel der Tschechen sehe keinen Unterschied zu den Jahren vor der Wende, 14 Prozent schätzen die derzeitige politische und soziale Lage als schlechter ein. Einige wünschten sich den Kommunismus zurück. „Es ist  beachtenswert, dass sich die Meinung über die Samtene Revolution in den letzten Jahren geändert hat“, sagt Daniel Kunštát von der Akademie der Wissenschaften.

Die Transformation seit 1989 wird positiver denn je gesehen. „Wir sind überzeugt, dass dieser Wandel zu einem großen Teil mit dem Generationswechsel zusammenhängt.“ Vor allem Jugendliche und Menschen mittleren Alters hielten den Systemwechsel vor 20 Jahren für einen „Fortschritt und den Weg in die richtige Richtung“. Viele Ältere seien laut Kunštát hingegen sozialistisch orientiert.

„Die Kommunisten haben aufgegeben, ihnen war bewusst, dass sie Fehler begangen hatten und dass eine Normalisierung nötig war“, sagt Jan Hrabík. Der 86-Jährige aus Prag-Weinberge, bedauert jedoch, dass die damals prophezeite Freiheit bis heute nicht existiere. „Die Lebenshaltungskosten waren früher um ein Vielfaches niedriger. Die Technologie ist zwar billiger, aber Lebensmittel werden immer teurer“, ärgert sich der gebürtige Klattauer.

In Zukunft werde es wieder mehr Demonstrationen gegen das Staatssystem geben, ist Hrabík überzeugt. Die Jugend sei wegen der hohen Arbeitslosigkeit zu bemitleiden, „sie hat ein sehr schweres Leben vor sich.“

Jirka Vaněk, 34, ist etwas optimistischer. „Die Revolution war durch und durch eine gute Sache. Auf einmal war alles anders, es herrschte eine spontane Euphorie. Im Laufe der Jahre mussten wir allerdings feststellen, Demokratie bedeutet nicht gleichzeitig Freiheit“, so der Barbesitzer. „Frei ist man leider nur dann, wenn man genug Geld in der Tasche hat.“ Deswegen müsse man viel für seine Freiheit tun.

Übernommen aus Prager Zeitung 

 

Der Vergnügungstempel in Reichenberg erzählt ein Stück Stadtgeschichte

In Reichenberg ist es in diesen Tagen neblig-trüb und nicht sonderlich behaglich. Der Reisende, der die Stadt in der autofreundlichen Umgebung des Bahnhofs erreicht, kann die Silhouette der talwärts gelegenen Innenstadt mit ihrem mondänen Marktplatz und dem Neorenaissance-Rathaus kaum erkennen. Schnellimbisse und Bordelle, teils renovierungsbedürftige Häuser und der große Container mit der Aufschrift „Autobusové nádraží“, in dem sich die Abfertigungshalle des Busbahnhofs befindet, prägen hier das Straßenbild. Im Nebel, der zumeist über der im Kessel des Isergebirges und Jeschkenkamms gelegenen ehemals deutschen Stadt hängt, blinkt von weitem rot und deutlich über den Dächern der Name „Babylon“.

Die schrille Exotik, die der Schriftzug verheißt, bestätigt sich bei näherem Hinsehen. Der massive, in bunten Farben bemalte Gebäudekomplex ist ein deutlicher Kommentar zur Umgebung, die aus grauen, meist leer stehenden Industriebauten besteht. Palmen säumen die Vorderfront des Objekts, als sollten sie den mitteleuropäischen November verneinen. Der Fremde auf der Suche nach einer Touristeninformation tritt durch den Eingang des „Centrum Babylon“ wie durch einen Schlund, der in eine andere Welt führt. Drinnen ist es warm, rot-goldenes Interieur prägt die Hotelrezeption, verschlungene lange Gänge, die mit rotem Teppich ausgelegt sind, führen ins Innere eines nicht zu erahnenden Vergnügungstempels.  

„Eine Stadt in der Stadt“ soll das „Centrum Babylon“ sein. Es beherbergt nicht nur den „Aqua-Park“, Tschechiens größtes überdachtes Spaßbad und Perle des Babylons, sondern auch den LunaPark, einen Rummel und Freizeitpark, den FITpark zur körperlichen Ertüchtigung und für Teambuilding-Maßnahmen, den iQpark für interaktives und spaßiges Lernen der jüngsten Besucher sowie Spiegelkabinett, Laser-Schießanlage, Kinderburg, Casino, Bowlingbahn, Wellnesszentrum und Diskothek – alles, was der gemeine Konsument in der postsozialistischen Transformation begehrt. Die Liste der Vergnügungsoptionen scheint unendlich.

Es herrscht reger Betrieb an diesem Novembersamstag. Keiner sieht hier aus als käme er von draußen. Väter in kurzer Hose und Badeschlappen schlendern mit ihren Kindern an der Hand durch die gefliesten Korridore, Mütter halten ihre Handtuchturbane auf dem Kopf, Rentner im Bademantel sitzen beim Kaffee oder Kuchen. Ungefähr jeder vierte Besucher gehört zu einer Ausflugsgruppe und zeigt sich im Club-T-Shirt. Man hört vor allem Tschechisch, doch auch russische, polnische und deutsche Stimmen sind zu vernehmen. Viersprachig präsentiert sich die Internetseite des „Babylon“. 

Von Nancy Waldmann, Übernommen aus Prager Zeitung 

 

 

 

 

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